Energieberatung für Waldbröl und die Region.

Bestandsaufnahme: Wie hoch ist ihr aktueller Stromverbrauch?

Am einfachsten finden Sie diesen auf Ihrer letzten Jahresrechnung.
Zur besseren Einordnung finden Sie hier die Durchschnittswerte je nach Haushaltsgröße in Deutschland.
In Einfamilienhäusern wird tendenziell etwas mehr verbraucht als in Mehrfamilienhäusern, da hier oft zusätzlich z.B. Außenbeleuchtung, Garten und Garage noch dazukommen.

 

 

Ihr Energieverbrauch ist zu hoch oder Sie möchten generell gerne Energie sparen?

Kein Problem.
Werfen wir dazu einen Blick auf die Anteile einzelner Geräte am Gesamtenergieverbrauch:

Waschen und Trocknen.

Wählen Sie bei Waschmaschine und Trockner jeweils ein Gerät mit möglichst hoher Energieeffizienzklasse, im Optimalfall A+++. Achten Sie beim Blick auf das Energielabel zusätzlich auf den Wasserverbrauch und den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden.

  • Eco-Programm bevorzugen: Nutzen Sie das Energiesparpromm (Eco-Programm). Dadurch wird das Wasser weniger erhitzt. Das spart Strom. Den Nachteil einer längeren Programmdauer können Sie dadurch ausgleichen, indem Sie die Programmierfunktion nutzen und so das Ende des Waschvorgangs exakt timen. Die Stromersparnis liegt bei Eco-Programmen bei bis zu 40 Prozent. Zudem wird der Wasserverbrauch gesenkt.
  • Vorwäsche und Kochwäsche: Auf die Vorwäschefunktion kann getrost verzichtet werden, da sie nur in den seltensten Fällen benötigt wird. Gleiches gilt für Kochwaschprogramme mit besonders hohen Temperaturen. Die meiste Wäsche wird nämlich auch bei 60 Grad Celsius sauber.
  • Beladung: Achten Sie darauf dass die Waschmaschine stets gut beladen ist, da auch die sparsamsten Geräte Wasser und Strom verbrauchen.
  • Lüftung und Pflege: Steht ein Trockner zu nah an umliegenden Wänden und Möbeln, können Hitzestaus entstehen. Sorgen Sie durch genügend Abstand und ermöglichen Sie so eine gute Belüftung und einen geringeren Stromverbrauch. Durch eine regelmäßige Reinigung des Flusensiebs können Sie eine zunehmende Reduktion der Trocknergeschwindigkeit vermeiden und ebenfalls Energie sparen.
  • Wäsche sortieren und Sonne nutzen: Sortieren Sie Ihre Wäsche entsprechend des Trocknungsgrades und wählen Sie das jeweils passende Programm. Bei gemischten Ladungen werden manche Kleider zu lange getrocknet, was die Fasern schädigt und mehr Strom kostet. Im Zweifel lassen Sie Ihren Trockner auch mal ruhen und trocknen die Wäsche in der Sonne.

Spülen.

  • Gerätegröße, Energielabel und Effizienzklasse: Achten Sie beim Kauf einer neuen Spülmaschine auf Ihren Bedarf – es gibt kleinere und größere Geräte. Wählen Sie beim Kauf einer neuen Spülmaschine zudem auf eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse, im Optimalfall A+++. Achten Sie beim Blick auf das Energielabel  zusätzlich auf den Wasserverbrauch und den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden.
  • Abwischen statt vorspülen: Anstatt Geschirr unter fließendem Wasser vorzuspülen, können Sie Speisereste auch mit Besteck oder einem Tuch entfernen. Dadurch kann zusätzlicher Wasserverbrauch vermieden werden.
  • Sparsame Programme nutzen:  Bei normal verschmutztem Geschirr ist das Eco Programm völlig ausreichend. Die dauerhafte Ansammlung von Fettablagerungen können Sie vorbeugen, indem Sie die Maschine  1x im Monat im 70 Grad-Programm laufen lassen.
  • Geschirrspüler voll beladen: Eine Spülmaschine ist nicht nur bequemer und zeitsparend, sondern in der Regel auch effizienter als das Spülen per Hand. Zum Vergleich: Während für das Spülen von zwölf Maßgedecken von Hand durchschnittlich 46 Liter Wasser benötigt werden, verbraucht eine moderne Spülmaschinen für die gleiche Menge nur etwa zehn bis 15 Liter Wasser. Voraussetzung ist jedoch, dass das Geschirr nicht von Hand vorgespült wird und die Spülmaschine voll beladen ist.
  • Wahl und Dosierung des Spülmittels: Nutzen Sie Spülmittel mit dem EU-Umweltzeichen und meiden sie phosphathalte Reinigungsmittel. Eine Überdosierung von Reiniger, Salz und Klarspüler bringt kein besseres Ergebnis, sondern belastet unnötig die Umwelt. Achten sie daher auf die Dosierungshinweise.
  • Siebe regelmäßig reinigen: Säubern Sie die Siebe der Spülmaschine regelmäßig. So reinigt er besser und verbraucht weniger Strom.

Licht.

  • Glühbirnen durch LEDs ersetzen: Tauschen Sie Ihre herkömmlichen Glühlampen gegen stromsparende LEDs. Diese haben einen 3 – 10 Mal höheren Wirkungsgrad und das Lichtspektrum kommt dem des menschlichen Auges deutlich näher. 
  • Licht ausschalten: Schalten Sie das Licht nur dort ein, wo es wirklich benötigt wird. Ein Bewegungsmelder kann dabei helfen. Dies gilt besonders für Flure, Einfahrten und Eingänge.
  • Energiesparlampen einschalten: Vermeiden Sie es, Energiesparlampen häufig ein- und auszuschalten. Die Lebensdauer der Lampen verkürzt sich dadurch drastisch.
  • Dimmbare Tischlampe: Eine dimmbare Tischlampe spart auch Energie, wenn man ihre Leuchtkraft bedarfsgerecht reduziert.
  • Lichtverteilung: Prüfen Sie Ihre Raumbeleuchtung. Mehrere kleine Quellen leuchten einen Raum in der Regel effektiver aus, als eine große. Nutzen Sie reflektierende Lampenschirme und vermeiden Sie indirekte Beleuchtung.

Informationstechnik sowie TV und Audio.

  • Bildschirm abschalten: Schalten Sie den Bildschirmschoner ab und stellen Sie Ihren Computer stattdessen so ein, dass er früh den Bildschirm abschaltet und in den Energiesparmodus geht. Setzen Sie den Computer auch bei kurzen Pausen in den Schlafmodus. 
  • SSD statt Festplatte: Solid State Drives (SSDs) sind in der Regel stromsparender als herkömmliche Festplatten. Grund ist der fehlende Motor, der sonst betrieben werden muss, um das Laufwerk anzutreiben.
  • Daten von CD/DVD kopieren: Falls Sie Daten von einer CD oder DVD öfters brauchen, kopieren Sie diese auf die SSD/Festplatte. Durch deren fixe Umdrehungsgeschwindigkeit verbrauchen sie deutlich weniger Energie, als CD/DVD-Laufwerke.

Kühl- und Gefriergeräte.

  • Kühlschranktüren: Eine einzige große Kühlschranktür ist 30% energieeffizienter als zwei kleine Türen. Die kalte Luft kann an mehreren Stellen entweichen. Vermeiden Sie es, die Kühlschranktür häufig zu öffnen. Pro geöffneter Minute benötigt der Kühlschrank 5 Minuten, um die Temperatur wieder zu senken.
  • Kühlschranktemperatur: Stellen Sie Ihren Kühlschrank im unteren Bereich auf 4 °C und oben auf 7 °C. Dies ist für die meisten Lebensmittel ausreichend. 7 °C ist für die meisten Lebensmittel ausreichend - bis auf Fleisch. Lagern Sie dieses also eher im unteren, kälteren Bereich.
  • Gefrierschranktemperatur: Eine Temperatur von – 18 °C reicht aus.
  • Heißes im Kühl- und Gefrierschrank: Vermeiden Sie es, heiße Lebensmittel direkt in den Kühl- oder Gefrierschrank zu stellen. Heiße Dinge steigern die Temperatur der Geräte, die wiederum gesenkt werden muss. Außerdem entsteht Kondenswasser, das die Schimmelbildung fördert. Im Gefrierschrank entsteht Eis an den Wänden.
  • Frequenzumrichter und Ventilator: Wählen Sie einen Kühlschrank mit Frequenzumrichter und Ventilator. Dadurch können Sie den Stromverbrauch senken und sogar die Lebensdauer des Kühlschranks verlängern.
  • Kühlschrank und Reisen: Steht eine längere Reise an, so versuchen Sie Ihre Lebensmittel restlos zu verbrauchen. Schalten Sie den Kühlschrank dann ab. Wichtig ist, dass Sie anschließend die Türe öffnen, damit er trocknen und bei der Heimkehr wieder in Betrieb gehen kann.
  • Gefrierschrank abtauen: Tauen Sie den Gefrierschrank regelmäßig ab oder wählen Sie einen Gefrierschrank mit No-Frost-Funktion. Spätestens bei einer Eisdicke sollte abgetaut werden. Das Eis zwingt den Gefrierschrank dazu, mehr Energie aufbringen zu müssen, um seinen Inhalt zu kühlen. Zum Abtauen des Gefrierschranks schalten Sie diesen aus und stellen Sie zwei bis drei Gefäße mit heißem Wasser (80 °C) hinein.

Kochen.

  • Wahl eines Gas- oder Induktionsherdes: Ersetzen Sie Ihren Elektroherd durch einen Gas- oder Induktionsherd. Eine kWh Gas ist deutlich günstiger als eine kWh Strom, sodass sich die Mehrkosten für einen Gasherd langfristig lohnen. Sparen können Sie alternativ auch mit einem Induktionsherd, da hier, verglichen mit einem Elektroherd, die Wärmeverluste geringer sind.
  • Dunstabzugshaube: Reinigen Sie den Filter der Dunstabzugshaube regelmäßig. Schmutz im Filter reduziert die Saugleistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch. Außerdem sind verschmutzte Dunstabzugshauben eine ideale Brutstätte für Bakterien und Schimmelpilze.
  • Heißes Wasser aus dem Wasserkocher: Lassen Sie Ihr Wasser im Wasserkocher aufkochen, anstatt es langsam im Kochtopf zu erhitzen.
  • Schnellkochtopf: Speisen, die lange garen, sollten Sie im Schnellkochtopf zubereiten. Durch den  Dampfdruck wird die Garzeit bei gleichem Energieeinsatz deutlich verkürzt.
  • Deckel verwenden: Benutzen Sie beim Kochen stets den passenden Deckel. Dadurch kann die Hitze nicht entweichen und das Gekochte wird mit weniger Energieaufwand gar. Dies spart bis zu 65% Energie.
  • Ofentür: Versuchen Sie die Tür Ihres Ofens sauber zu halten, sodass Sie durchschauen zu können. Da mit jedem Öffnen des Ofens Wärme verloren geht,  sollte der Blick durch das Fenster so oft wie möglich reichen.

Sonstiges.

  • Drucker anlassen: Lassen Sie den Drucker in der Regel am Netz. Zwar verbraucht er auch in ausgeschaltetem Zustand Strom, die meisten Modelle führen aber nach einer Trennung vom Netz eine Düsenreinigung durch. Das kostet viel Tinte und Strom. Beim Laserdrucker muss beim Neustart eines Laserdruckers muss der Heizstab der Fixiereinheit innerhalb der Walze auf ca. 180 °C aufgeheizt werden, was ebenfalls viel Energie kostet.
  • Notebooks: Verwenden Sie Notebooks. Notebooks verbrauchen gewöhnlich deutlich weniger Strom als Desktop Computer und Bildschirm.


Für weitergehende Informationen rund um das Thema Energiesparen empfehlen wir Ihnen:

- die Energiesparbroschüre des Umweltbundesamtes

- den Stromsparrechner von co2online

- den Haushaltsgerätecheck vom Energie-Atlas Bayern

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